Guardrails und Schwärzung
Sensitive Info Detection prüft, was Personen senden, was Tools zurückgeben und was Modelle antworten. Kartennummern, Zugangsdaten, Telefonnummern und Ihre eigenen Muster werden gemeldet, geschwärzt oder blockiert, bevor sie Ihren Workspace verlassen.
Menschen fügen echte Daten in KI-Chats ein: eine Erstattungsanfrage mit der Kartennummer eines Kunden, einen Codeausschnitt mit einem API-Schlüssel, einen CRM-Export mit einer Telefonnummer. Guardrails fangen so etwas automatisch ab. Sensitive Info Detection sucht nach sensiblen Informationen und warnt, schwärzt oder blockiert sie, bevor sie Ihren Workspace verlassen. Jedes Mal, wenn die Funktion eingreift, entsteht ein Eintrag im Datenschutzprotokoll.
Die Guardrail-Richtlinien
Öffnen Sie auf der Seite Workspace den Bereich Guardrails. Zwei Richtlinien schützen die Chats, Prompts und Agenten Ihres Workspace:
| Richtlinie | Status | Funktion |
|---|---|---|
| Sensitive Info Detection | Active | Erkennt und schwärzt sensible Informationen, die in Chats, Prompts und Agenten geteilt werden. |
| Prompt Injection Detection | Coming soon | Wird Versuche erkennen und blockieren, die Anweisungen Ihrer Agenten und Prompts auszuhebeln. |
Sensitive Info Detection einrichten
Klicken Sie bei Sensitive Info Detection auf Configure. Die Einstellungen bestehen aus vier Teilen: wo geprüft wird, wonach gesucht wird, Ihre eigenen Muster und eine Vorschau.
1. Prüfbereiche (Scan surfaces)
Legen Sie fest, welche Teile einer Anfrage oder Antwort geprüft werden. Schalten Sie alle Bereiche aus, um die Erkennung zu deaktivieren.
| Bereich | Was er abdeckt |
|---|---|
| User input | Was Personen eingeben und senden. |
| Tool data | Was Tools und Integrationen an das Modell zurückgeben, etwa CRM-Kontakte oder Datenbankzeilen. |
| Model output | Was das Modell antwortet. |
2. Integrierte Detektoren (Built-in detectors)
Jeder Detektor lässt sich einzeln ein- und ausschalten und reagiert so, wie Sie es festlegen.
| Detektor | Was er findet |
|---|---|
| Payment data | Kreditkartennummern und IBANs. |
| Credentials | API-Schlüssel, Tokens, private Schlüssel und Passwörter in Text oder Code. |
| Email address | E-Mail-Adressen. |
| Phone number | Telefonnummern im internationalen oder im nordamerikanischen NANP-Format. |
| IP address | IPv4-Adressen. |
| Government ID | Amtliche Identifikationsnummern. |
Wählen Sie für jeden aktivierten Detektor eine Aktion:
| Aktion | Was passiert |
|---|---|
| Warn | Der Text geht unverändert durch, und der Fund wird im Datenschutzprotokoll festgehalten. |
| Redact | Der sensible Wert wird durch einen Platzhalter ersetzt, das Modell sieht ihn also nie. |
| Block | Der Inhalt wird gestoppt und nicht weitergegeben. |
3. Eigene Muster (Custom Patterns)
Unter Custom Patterns fügen Sie eigene reguläre Ausdrücke für alles hinzu, was speziell Ihr Unternehmen betrifft und was die integrierten Detektoren nicht kennen können: interne Kontonummern, Personalnummern, Codenamen von Projekten. Zum Beispiel ein Muster für die Kundenkontonummern von Northwind:
NWC-\d{6}
4. Vorschau (Preview)
Testen Sie Ihre Einstellungen mit Preview an einem Beispieltext, bevor Sie sich darauf verlassen. So sehen Sie, was erkannt wird und was durchgeht.
Was beim Modell ankommt
Mit Redact erhält das Modell an der Stelle des Werts einen Platzhalter und arbeitet damit weiter. In diesem Chat wurden Kartennummer und IBAN zu [payment_data] und die Telefonnummer zu [phone]. Das Modell hat trotzdem eine brauchbare Erstattungs-E-Mail geschrieben, die echten Nummern aber nie gesehen.
Dasselbe gilt für Daten aus Ihren Integrationen. Werden Model output oder Tool data geprüft, kommt eine Telefonnummer aus Ihrem CRM in der Antwort als [phone] zurück - siehe die Deal-Tabelle unter CRM.
Eine empfohlene Ausgangskonfiguration
| Einstellung | Empfohlener Start | Warum |
|---|---|---|
| User input | Ein | Fängt ab, was Personen einfügen. |
| Tool data | Ein, wenn Sie Integrationen nutzen | Prüft CRM- und Datenbankergebnisse, bevor das Modell sie sieht. |
| Model output | Ein | Eine letzte Kontrolle für alles, was angezeigt und gesendet wird. |
| Payment data | Redact | Das Modell braucht für seine Aufgabe selten die echte Nummer. |
| Credentials | Block | Ein Modell braucht nie einen echten Schlüssel, und ein abgeflossener Schlüssel ist ein echtes Risiko. |
| Phone number | Redact | Personenbezogene Daten, ohne die das Modell meist auskommt. |
| Government ID | Redact oder Block | Personenbezogene Daten mit hohem Risiko. |
| Email address | Aus oder Warn | Adressen werden oft gebraucht, um E-Mails zu senden und Kontakte nachzuschlagen. Werden sie geschwärzt, scheitern diese Anfragen. |
| IP address | Aus oder Warn | Schalten Sie den Detektor ein, wenn Ihre Teams mit Logs oder Netzwerkdaten arbeiten. |
Arbeiten Sie eine Woche lang mit dieser Konfiguration und sehen Sie sich dann das Datenschutzprotokoll an. Häufige Einträge mit Warn bei einem Detektor sprechen dafür, ihn auf Redact umzustellen; Beschwerden, dass in Antworten etwas Benötigtes fehlt, sprechen dafür, ihn zu lockern.